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Bad Dürrnberg - Bad Radkersburg (3/25)
Badelt, Christoph Badener Kultur

Baden


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Baden: Blick auf den Hauptplatz.



Baden, Niederösterreich, Bezirk Baden, Stadt, 228 m,  25.212 Einwohner, 26,89 km2, Heilbad mit Schwefelquellen an der Thermenlinie, am Ausgang des Schwechattals ins Wiener Becken. - Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Bezirksbauernkammer, Bundesbaudirektion, Niederösterreichische Agrarbezirksbehörde, Finanzamt, Arbeitsmarktservice, Eich- und Vermessungsamt, Garnison, Korpskommando (Martinek-Kaserne), Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Kurmittelhaus mit Thermalhallenbad (1969-74), Mineralschwimmbad (1847, A. von Sicardsburg und E. van der Nüll), Thermalstrandbad (1926), Trinkhalle (1928), Kurpark, zahlreiche Kurhäuser und Erholungsheime, Krankenhaus, Stadttheater (1908-10), Kaiser-Franz-Joseph-Museum (1905, Handwerk, Volkskunst), Museum der Stadt Baden (Rollett-Museum, Stadtarchiv 1905), Puppen- und Spielzeugmuseum, Sommerarena (1906), Kongresshaus (ursprünglich Kurhaus 1884-86, Umbau 1966-69), Spielcasino der Casinos Austria AG (1934-44 im ehemaligen Kurhaus, 1969-91 in ehemaliger Trinkhalle, Umbau von Kurhaus und Trinkhalle 1995 zu Großcasino). Schulstadt: 2 Bundesgymnasien und Bundesrealgymnasium, Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe und für Mode und Bekleidungstechnik, Handelsakademie, Pädagogische Akademie, Bundesinstitut für Heimerziehung, Bundesfortbildungsinstitut für Zahntechniker, mehrere Berufsschulen, Meisterschule für Maler und Bäcker, Volkshochschule Trabrennplatz, Sport- und Veranstaltungshalle (1978-80). Dienstleistungsstadt (rund 82 % der 9399 Beschäftigten 1991) mit Vorrang des Fremdenverkehrs (536.922 Übernachtungen), Hotellerie und Gastgewerbe, Handel, daneben persönliche, soziale und öffentliche Dienste (besonders Krankenhaus, Sonderheilanstalten), Geld- und Kreditwesen; keine bedeutenden Produktionsbetriebe, Weinbau (Flaschenweinproduktion).

Ort von den Römern "Aquae" genannt, 869 als karolingische Pfalz "palatium ad Padun" erstmals urkundlich genannt, 1125 Burg urkundlich erwähnt, 1480 Stadterhebung, von Türken und Ungarn mehrmals zerstört. Durch die Thermalquellen und die Sommeraufenthalte (1811-34) Franz I. Entwicklung zur Biedermeier-Bäderstadt, in der zahlreiche Künstler (W. A. Mozart, L. van Beethoven, F. Schubert, J. Strauß Vater, J. Lanner, F. Grillparzer, J. Schreyvogel, I. F. Castelli, F. Dingelstedt, F. Raimund) weilten; Glanzzeit in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts (zahlreiche klassizistische Bauten erhalten, davon viele von J. Kornhäusel).

Baden ist reich an älteren Sakralbauten: Stadtpfarrkirche St. Stephan (1477, spätgotisch mit romanischem Kern) mit Altarbild von P. Troger, neugotische Einrichtung; spätgotische Kirche St. Helena mit "Töpfer-Altar" (frühes 16. Jahrhundert); Frauenkirche und ehemalige Frauenkirche; ehemaliges Augustiner-Eremiten-Kloster (13. Jahrhundert); Dreifaltigkeitssäule; Kapellen St. Anna (16.-17. Jahrhundert) und St. Antonius (1708); Johannes- (19. Jahrhundert), Theresien- (1758), Josefs- (1804), Leopolds- (1812), Frauen- und Karolinenbad (1821-23) sowie Franzensbad (1827), Rathaus (1812-15). Ausstellungen im Frauenbad, Beethoven-Haus, Beethoven-Tage, Theatersommer, Rosarium.

In der Umgebung von Baden: Ruinen Rauhenstein (romanisch) und Rauheneck (12. Jahrhundert) am Ausgang des Helenentals, Schloss Weikersdorf (urkundlich 1233, mit Resten eines romanischen Bergfrieds), Schloss Leesdorf (urkundlich 1114, ursprünglich Wasserburg) und Schloss Braiten (1809); westlich von Baden Königshöhle (Badener Kultur).



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Wappen von Baden.


Literatur: Österreichisches Städtebuch, Band IV, Teil 1, Die Städte Niederösterreichs, 1988.


 
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