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Philipp, Gunther G. Placheta - Piccottini, Gernot (23/25)
Piccaver, Alfred eigentlich A. Peckover Piccolomini, Ottavio Octavio Fürst

Piccolomini, Enea Silvio


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Die Dichterkrönung des Enea Silvio Piccolomini. Ausschnitt aus dem Freskenzyklus in der Piccolomini-Bibliothek im Dom von Siena.




Piccolomini, Enea Silvio, * 18. 10. 1405 Corsignano (Pienza, Italien), † 14. 8. 1464 Ancona (Italien), Theologe, Dichter, Staatsmann, Historiker, Papst. 1432 Sekretär des Konzils von Basel. Kam um 1437 nach Wien, wurde 1442 von König Friedrich IV. zum Dichter gekrönt und als Sekretär am Hof bestellt. 1445 wurde er Kleriker, erhielt die Pfarren Sarnthein (Südtirol), Aspach (Oberösterreich), Irdning und Altenmarkt (Steiermark) als Pfründe, 1447 wurde er Bischof von Triest, 1449 von Siena. Piccolomini vermittelte 1448 das Wiener Konkordat. 1455 verließ er den Kaiserhof, wurde 1456 Kardinal und am 19. 8. 1458 als Pius II. Papst. Er starb während der Vorbereitung eines Kreuzzugs gegen die Türken. Mit ihm erlosch das Geschlecht der Piccolomini im Mannesstamm, der Name ging auf 2 Nebenlinien über.

In Österreich wurde er durch Reden, Briefe und Dichtungen zum Bahnbrecher des Humanismus, seine "Historia Austrialis", eine 1453-58 für Friedrich III. geschriebene Geschichte Österreichs, ist eine wichtige zeitgeschichtliche Quelle. Im April 1438 beschrieb er in einem Brief ausführlich und kritisch die Stadt Wien.



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Enea Silvio Piccolomini im Papsthabit. Stich, 18. Jh.



Werke: Opera quae extant omnia, 2 Bände, 1551/71; Geschichte Kaiser Friedrichs III., 2 Bände, 1889/90; Briefwechsel, herausgegeben von R. Wolkan, 3 Bände, 1909-18; Briefe, übersetzt von M. Mell, 1911; Briefe, Dichtungen, mit einem Nachwort von G. Bürck, 1966.

Literatur: H. Rupprich, Die Frühzeit des Humanismus und der Renaissance in Deutschland, 1938; H. Diener, E. S. Piccolominis Weg von Basel nach Rom, Festschrift G. Tellenbach, 1968; Verfasserlexikon.


 
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