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Musik-Kolleg
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Das Projekt "Musik-Kolleg Online"

Das Projekt baut auf den Musik-Kollegs auf, die Dr. Manfred Schilder seit mehr als 25 Jahren für Schüler und die interessierte Öffentlichkeit durchführt.

Neu an Schilders Methode ist, daß in den Notenseiten die relevanten Teile durch spezielle Klammern gekennzeichnet sind. Bei seinen traditionellen Live-Vorführungen, bei denen die Notenbilder mit einem Diaprojektor an die Wand projiziert werden, weist Schilder mit einem Zeigestab auf die jeweils gespielten Noten hin.

Während bei traditionellen Erklärungen von Musikstücken die Erklärung von dem Notenblatt mehr oder weniger getrennt ist, strebt Schilder einen gesamtheitlicheren Ansatz an. Er vergleicht seine Methode mit dem Erklären von Landschaften. Der traditionelle Erklärungsansatz entspricht einem Lehrer, der ein Gegend anhand einer Landkarte erklärt. Bei Schilders Ansatz hingegen steht bzw. geht der Lehrer in die Landschaft und erklärt sie von innen heraus.

Bei der Umsetzung in die Online-Version wurde versucht, weitgehend alle Charakteristika der Schilderschen Darstellungsweise beizubehalten, um die in Zukunft stattfindenden Live-Vorträge mit der Online-Version kompatibel zu halten. Die von Schilder eingeführten Klammern wurden insoweit verfeinert, daß man gezielt eine farbige Kennzeichung anwenden konnte.

Umsetzung der Methode

Bei der Umsetzung in die Online-Version wurde trotz höheren Speicherbedarfs auf Originalmusik von Audio-CDs anstelle von MIDI-Musik zurückgegriffen. Wie Dr. Schilder im Laufe vieler Jahre bei Elternabenden beobachten konnte, war die Aufmerksamkeit des Publikums z.B. bei Verwendung eines echten Klaviers - unabhängig vom Können der Schüler - stets viel größer als bei Verwendung eines digitalen Instrumentes.

Die Online-Version des Musik-Kollegs unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von der Live-Version: Während bei der Live-Vorführung das Gesamterlebnis im Vordergrund steht, wird bei der Online-Version ein modularer Aufbau verwendet. Dadurch wird die Möglichkeit geboten, kleinere Einheiten beliebig oft zu wiederholen und ausgehend von einer bestimmten Stelle andere Teile zu entdecken zu studieren. Es kann die Erforschung des Musikstückes schrittweise in beliebiger Richtung erfolgen, vorwärts und rückwärts bzw. quer zu anderen strukturellen Einheiten. Für eine spätere Ausbaustufe des Musik-Kollegs ist geplant, strukturelle Ähnlichkeiten über verschiedene Musikstücke hinweg zum Vergleich anzubieten.

Technische Umsetzung

Die technische Umsetzung der ersten 15 Werke (Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Bruckner, Brahms, Schiske) wurde 1996 von Mag. Johann Stockinger am Institut für Ethnologie, Kultur und Sozialanthropologie der Universität Wien so durchgeführt, daß weltweit WWW-Benutzer mit Standard-Browsern und -Playern auf das Musik-Kolleg zugreifen können. Deshalb wurden damals nur Medientypen verwendet, die keine zusätzliche Installation von Playern erfordern.

Die Tondokumente wurden in zwei Qualitätsstufen (11kHz, 8bit) mono bzw. stereo und drei verschiedenen Formaten abgelegt (RIFF WAV-Format, Audio Interchange Format AIF, und Sun Audio Format AU). Später wurde das Sun Audio Format AU durch das MPEG Audio Layer-3 (MP3) ersetzt.

Bei Musikstücken, die auf CD erhältlich sind, hat der Benutzer die zusätzliche Möglichkeit, die entsprechende CD in sein CD ROM-Laufwerk einzulegen und die einzelnen Musikbeispiele in der besten Qualität direkt abzurufen.

Um den Online-Benutzer auch die Möglichkeit zu bieten, die gespielte Musik entlang der einzelnen Takte mitzuverfolgen, wurde eine Methode entwickelt, die digitale Videosequenzen verwendet. Dafür wurden jeweils wenige Takte in einer Graphik abgelegt und für jeden Takt eine eigene Kopie erstellt, bei der der aktive Teil blaßgrün eingefärbt wurde.
Die Synchronisation von Notenbild und Musik geschah mit Hilfe einer Videobearbeitungs-Software (Adobe Premiere), wobei jeder einzelne Takt einen Synchronisationspunkt darstellt.

Die Videos wurden in zwei Formaten (MS Video for Windows und QuickTime) und zwei Tonqualitätsstufen abgelegt (mono und stereo).

Während bei der Mitverfolgung der digitalen Videos der Benutzer seine Konzentration jeweils auf wenige Takte zu richten hat, ist zusätzlich auch das Notenbild aller Takte des einzelnen Musikbeispiels mit den entsprechenden von Dr. Manfred Schilder eingefügten strukturellen Erläuterungen abrufbar.

Infolge des technischen Fortschritts konnte bei den später hinzugefügten Werken (Strauß, Hauer, Schönberg) auf neuere interaktive Möglichkeiten zurückgegriffen werden. Diese Werke wurden von Herrn. Ing. Martin Zehetbauer unter Verwendung von Macromedia Flash umgesetzt. Anstelle der digitalen Videosequenzen wurden Shockwave (SWF)-Sequenzen eingebunden.

Danksagung

Unserer besonderer Dank gilt den folgenden Orchestern und Personen, die ihre Einwilligung für die Nutzung von Musik-Ausschnitten aus der jeweiligen CD-Aufnahme im Musik-Kolleg Online gaben:

  • Wiener Philharmoniker
  • Alban Berg-Quartett
  • Niederösterreichische Tonkünstler
  • Frau Anna Petrova, Klavierpädagogin am Konservatorium in Biel (Schweiz)
  • Herr Lawrence Schoenberg aus Los Angeles

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