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Briefmarken 1987 (23/36)
Stifte und Klöster in Österreich - Kloster Loretto/Burgenland Serie Naturschönheiten in Österreich - Gauertal/Montafon - Rätikon/Vorarlberg

850 Jahre Arbing (1137 - 1987)

Ausgabe: 21. August 1987
Nennwert: 5,- S
Sonderpostmarke

Die Gemeinde Arbing liegt am übergang vom bergigen Mühlviertel ins Machland und Donaubecken. Auf Arbinger Boden ist menschliche Besiedelung seit der Jungsteinzeit (zirka 5000 - 1900 v.Chr.) mit Sicherheit nachweisbar. Der Ortsname wird vom Personennamen Arbeo oder Arbo abgeleitet und ist daher ein echter Ing- Name, was auf eine Gründung des Ortes im Frühmittelalter (8. oder 9. Jahrhundert) durch den Stamm der Bayern hinweist. Aus dieser Zeit fehlt aber eine Erwähnung des Ortsnamens. Die erste urkundliche Nennung fällt in das Jahr 1137. In einer Urkunde des österreichischen Herzogs Leopold IV. verzichtet dieser auf alle Ansprüche auf die Güter des Klosters St. Florian am Windberg. Unter den Zeugen dieser Verzichtserklärung ist unter anderem auch ein "Gerboto de arbingin" genannt. Das Gebiet von Arbing gehörte in kirchlichen Belangen zu der bereits 823 erwähnten Ursprungspfarre Naarn. Die Kirche (Burgkapelle) im Bereich der mittelalterlichen Burganlage war Taufkapelle der Großpfarre Naarn. 1147 wurde Arbing dem neugegründeten Stift Waldhausen einverleibt, das die Pfarrechte in Arbing bis zur Aufhebung des Stiftes unter Leopold II. (1790-1792) ausübte. Das Ortsbild Arbings wird heute von den erhaltenen Teilen des alten Schloßgebäudes und der mittelalterlichen Kirche mit ihrem einzigartigen Wehrturm beherrscht.

 
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