Anton Bruckner (1824 Ansfelden - 1896 Wien) komponierte
die Messe e-Moll (1866-82) zur Einweihung der
Votivkapelle des neuen Linzer Empfängnis-Domes. Da
der Dom noch nicht fertiggestellt war, mußte die
Aufführung im Freien stattfinden. Bruckner
verzichtete daher auf Orgel und Streicher und setzte
statt dessen Blasinstrumente ein.
Als Hörbeispiel wird der Beginn des Glorias
vorgestellt, in dem die phrygische Melodie des
Sopran- und Alt-Chores die unmittelbar vorausgegangene
Intonation des Priesters fortführt. Dieser Melodie
ist eine akkordische Figur der Fagotte
gegenübergestellt. (E. Stadler)
Die Bilder zeigen: a) Glasfenster der Votivkapelle,
b) Linzer Fenster mit Bruckner und Beethoven im
linken unteren Drittel,
c) große Turmrosette, der Musica sacra
gewidmet (Hl. Caecilia als Patronin der Kirchenmusik,
umgeben von den Tierkreiszeichen als Sinnbild der
Harmonie der Sphären und von Engeln mit
Musikinstrumenten).
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