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Roßau
Roßau, 1368 urkundlich erwähnt, seit 1850 Teil des 9. Wiener Bezirks, einst des Oberen Werd, dann Vorstadt am Donaukanal (ehemaliges Fischerdörfl, später Fischervorstadt), ab 1368 auch "Roßtrenk" genannt, weil die Schiffer hier ihre Zugrösser tränkten. 1529 und 1683 zerstört, nach den Türkenkriegen rascher Aufstieg. Mit Roßau steht die Sage vom Donauweibchen in Verbindung. Servitenkirche und -kloster von C. Canevale (1651-77, Türme 1754-56); Roßau-Kaserne (1865-69), Dienststelle des Bundesministeriums für Inneres und der Bundespolizeidirektion Wien; Stadtbahnstation Roßauer Lände (1900 von O. Wagner im Zuge der Erbauung der Donaukanallinie errichtet), heute U4-Station.
Literatur: F. Czeike, Das große Groner Wien Lexikon, 1974; derselbe, Alsergrund, Wiener Bezirkskulturführer, 1979.
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