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Melan, Josef - Menasse, Robert (10/25)
Melk, Niederösterreich, Fluss Melker Marienlied

Melk, Niederösterreich, Stadt


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Stift Melk.



Melk, Niederösterreich, Bezirk Melk, Stadt, 213 m, 5232 Einwohner, 25,71 km2, am südlichen Donauufer, zwischen Melk- und Pielachmündung, am Eingang in die Wachau; Schifffahrtsstation, Donaubrücke. - Bezirkshauptmannschaft, Bezirksgericht, Birago-Kaserne, Finanzamt, Eich- und Vermessungsamt, Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Bezirksbauernkammer, Krankenhaus, Beratungszentrum, Bischöfliches Seminar, evangelisches Pfarramt, Schulpsychologische Beratungsstelle, Straßen- und Brückenmeisterei, Laufkraftwerk Melk (1982, 187 MW), Gebietsleitung des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung, Stiftsgymnasium und Konvikt, Volkshochschule; Motorsportstrecke Wachau-Ring, Melker Sommerspiele; 2840 Beschäftigte (1991), davon rund 64 % im Dienstleistungssektor (besonders persönliche, soziale und öffentliche Dienste, Handel); Druckerei, Kunststoff- und Holzverarbeitung, Erzeugung von Metallwaren und Heizgeräten, Bauwesen; Sommertourismus (45.006 Übernachtungen). - Besiedlung seit der Jungsteinzeit, archäologische Funde aus Melk und Umgebung im Stadtmuseum; urkundlich 831 "Medilica", im Nibelungenlied (um 1200) als "Medelicke". Nach 976 Hauptsitz Markgraf Leopolds I. und seiner Nachfolger, im 11. Jahrhundert. Entstehung eines Kanonikatsstifts mit Begräbnisstätte der österreichischen Markgrafen; 1089 Umwandlung in ein Benediktinerkloster, durch Leopold III. 1113 Schenkung des Burgbereichs an das Kloster. Bis in das 17. Jahrhundert bedeutender Warenumschlagplatz, Stadterhebung 1898. Auf dem rechteckigen Marktplatz Bürgerhäuser mit barocken und historistischen Fassaden (spätgotischer Kern) um den Kolomanibrunnen (1687). Stark regotisierte, im Kern spätgotische Pfarrkirche mit monumentaler Ölberggruppe (um 1520), neugotische Einrichtung; reich stuckiertes frühklassizistisches Posthaus (1792). Benediktinerstift unter Abt B. Dietmayr als barocker Klosterpalast in beherrschender Lage über der Donau 1702-36 von J. Prandtauer erbaut (fertiggestellt von J. Munggenast), mit 362 m langer Front und 1188 Fenstern ein Monumentalbau von europäischem Rang; Stiftskirche, eine der bedeutendsten Barockkirchen Österreichs, 1702-26 von J. Prandtauer erbaut, von J. Munggenast bis 1734 fortgeführt und nach Brand bis 1746 erneuert (63 m hohe Kuppel nach Brand 1947 renoviert), mit Werken der Maler J. M. Rottmayr, G. Fanti, P. Troger, P. Widerin, großartiger Hochaltar, aufwendiges Orgelgehäuse (1733). Gräber des heiligen Koloman und der früheren Babenberger mit Gemahlinnen (barocke Denkmäler). Klosteranlage mit Torbau und Basteien, Hauptgebäude um Prälatenhof, teilweise auf Vorgängerbauten errichtet, innen Prälatur mit Festsaal (Bildergalerie), Gemälde der Stiftspfarren, in der Schatzkammer "Melker Kreuz" (1362 und 1. Viertel 15. Jahrhundert), Tragaltärchen der Markgräfin Suanhild (11. Jahrhundert), Kolomanimonstranz (1752); im Kaisertrakt Gemälde der Babenberger und Habsburger, Museum mit romanischem Kruzifix (12. Jahrhundert), Tafelbilder von H. Egkl (15. Jahrhundert), Jörg Breu und P. Troger; Altane; Bibliothek mit Deckenfresko von P. Troger, im Oberstock Fresko von J. Bergl, 80.000 Bände, 1850 Handschriften, 868 Wiegendrucke; Schultrakt mit Kolomanisaal ("Studentenkapelle") mit Fresken von P. Troger; Konvikt, Park mit Gartenpavillon (F. Munggenast, 1747).



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Melker Kreuz, nach 1362 (Stift Melk, NÖ.).



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Wappen von Melk.


Literatur: Österreichisches Städtebuch, Band IV, Teil 2, Die Städte Niederösterreichs, 1976; G. Flossmann, W. Hilger und H. Fasching, Stift Melk und seine Kunstschätze, 1977; Zeitschrift Stift Melk in Geschichte und Gegenwart, 1981ff.; 900 Jahre Benediktiner in Melk, Ausstellungskatalog, Melk 1989; Arbeitskreis für Bezirkskunde, Leitung G. Flossmann, (Hg.), Herzstück Niederösterreichs. Der Bezirk Melk, 2 Bände, 1990-94.


Verweise auf andere Alben:
Foto-Album: Melk an der Donau

 
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