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Gesellenbetreuung
Gesellenbetreuung: Der mehrmalige Wechsel der Handwerksmeister und Beschäftigungsorte war ab dem 16. Jahrhundert Vorbedingung für das Meisterrecht, daher gingen viele Gesellen auf Wanderschaft (Walz). Im 18. Jahrhundert wurde diese durch Ausstellung von Pässen (Kundschaften) geregelt. Der wandernde Geselle hatte Anspruch auf Unterkunft in Zunftherbergen. Der Beginn der Industriegesellschaft des 19. Jahrhunderts markiert das Ende der Gesellenwanderungen. Nun wurden meist konfessionell orientierte Gesellenvereine (in Österreich nach dem Vorbild des Kaplans A. Kolping) gegründet (1852 in Wien, 1855 in der Diözese St. Pölten). Ziel war die Schaffung eines christlichen Milieus für Gesellen, aber auch Weiterbildung und Pflege gesellschaftlichen Lebens. Eine 2. Welle der Vereinsgründungen setzte um 1890 ein, die letzte 1927.
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