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Bischof, Rainer - Blau, Luigi (22/25)
Blasius, Heiliger Blassenstein

Blasmusik


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Blasmusik: Bundeskapelle Schattwald, Ti. Foto, um 1978.



Blasmusik: Zu unterscheiden sind 3 Gruppen: Blasmusik im Kunstmusikbereich (einschließlich Jazz), Militärmusik und volkstümliche Blasmusikkapellen. Die ältesten Bereiche der Blasmusik sind in der Kirche (trotz wiederholten Verbots) und an den Herrscherhöfen (Trompeter und Pauker als Zeichen imperialer Macht) zu finden; vom Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert gab es auch zünftisch organisierte städtische Musiker, die so genannten "Turner" (abgeleitet von "Turm", da das Signalblasen vom Stadtturm auch zu den Aufgaben dieser Musiker gehörte), die für das Musikleben in den Städten allgemein von großer Bedeutung waren. Die Entstehung der Militärbanda geht in die Zeit Maria Theresias zurück und wird dem legendären Freiherrn Franz von der Trenck zugeschrieben; die Wurzeln reichen aber bis zu den Landsknechtheeren zurück. Bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts haben die reicheren Regimentsinhaber eine "Harmoniemusik" bezahlt, die aber vorwiegend der außermusikalischen Unterhaltung diente; die große Zeit der Marschkapellen begann im 19. Jahrhundert, wobei als Militärkapellmeister besonders C. M. Ziehrer, K. Komzák senior und K. Komzák junior, P. Fahrbach und F. Lehár junior und senior hervorzuheben sind. Diese Musiktradition lebt, wenn auch in stark reduzierter Form, in der Gardemusik des österreichischen Bundesheers weiter. Was heute vorwiegend mit Blasmusik in Österreich assoziiert wird, sind die meist folkloristischen Marschkapellen städtischer wie dörflicher Musiziergemeinschaften und Berufsverbände (zum Beispiel Eisenbahner, Knappen); diese rund 2000 Blasmusikkapellen sind im "Österreichischen Blasmusikverband" zusammengefasst, der sich um das künstlerische Niveau und um die Nachwuchsförderung bemüht.


Literatur: W. Suppan, Lexikon des Blasmusikwesens, 1973; E. Rameis, Die österreichische Militärmusik von ihren Anfängen bis zum Jahre 1918, 1976.


Verweise auf andere Alben:
Musikgeschichte: Georg Druschetzky: Allegro

 
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