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Antoniolli, Walter - ARA (7/25)
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Anzengruber, Ludwig auch L. Gruber


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Ludwig Anzengruber. Foto, 1878.



Anzengruber, Ludwig (auch L. Gruber), * 29. 11. 1839 Wien,  10. 12. 1889 ebenda, Schriftsteller. Begann 1853 zunächst eine Lehre als Buchhändler und wurde 1860 Schauspieler einer Wandertruppe. 1869/70 arbeitete er in einer Wiener Polizeikanzlei. Ab 1871 war er freier Schriftsteller. In seinen 19 Volksstücken sowie seinen Romanen und Erzählungen aus dem Leben der Alpenbauern und der städtischen Kleinbürger übt er scharfe Gesellschaftskritik und bekämpft sittliche Engherzigkeit und religiöse Intoleranz. Seine realistische Kunst ist der Tradition des Wiener Lokalstücks und des Volkstheaters eines F. Raimund, J. Nestroy und F. Kaiser verpflichtet, nimmt aber ebenso naturalistische Stilelemente vorweg ("Das 4. Gebot", 1877). Die Sprache in seinen Dramen ist eine stilisierte Mundart. 1882-84/85 leitete er die Zeitschrift "Die Heimat" und 1884-89 das Witzblatt "Figaro".


Werke: Volksstücke: Der Pfarrer von Kirchfeld, 1870; Der Meineidbauer, 1871; Die Kreuzelschreiber, 1872; Der G´wissenswurm, 1874; Doppelselbstmord, 1876. - Erzählungen: Die Märchen des Steinklopferhannes, 1874/75; Kalendergeschichten, ab 1876. - Romane: Der Schandfleck, 1876; Der Sternsteinhof, 1885 (Erstdruck 1883/84 in "Die Heimat"). - Kritische Gesamtausgabe in 17 Bänden, herausgegeben von R. Latzke und O. Rommel, 1920-22 (Neudruck 1976).

Literatur: K. Rossbacher, Literatur und Liberalismus, 1992.


Verweise auf andere Alben:
Briefmarken-Album: 150. Geburtstag von Ludwig Anzengruber

 
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