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Aguntum - Akademie für Musik und darstellende Kunst "Mozarteum" in Salzburg (10/25)
Aichholzer, Gerhard Aichwaldsee

Aichinger, Ilse


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Ilse Aichinger. Foto.



Aichinger, Ilse, * 1. 11. 1921 Wien, Schriftstellerin. Bekam als Tochter einer jüdischen Ärztin bis 1945 keinen Studienplatz und begann erst nach Kriegsende ein Medizinstudium, das sie jedoch bald abbrach, um den autobiographischen Roman "Die größere Hoffnung" (1948) abzuschließen, nachdem sie mit ihrem Essay "Aufruf zum Misstrauen" (in "Plan" 1946) erstmals Aufsehen erregt hatte. 1949/50 arbeitete sie als Verlagslektorin, ab 1951 stand sie in Verbindung mit der "Gruppe 47" und lernte dort ihren späteren Ehemann, den Schriftsteller G. Eich (1907-1972), kennen. Auch als Hörspielautorin machte sich Aichinger einen Namen. Ihr Werk ist von Sprachskepsis und Vorbehalten gegenüber normativer Realitäts- und individueller Wirklichkeitserfahrung geprägt. Mehrere internationale Literaturpreise, Großer Österreichischer Staatspreis 1995.


Weitere Werke: Rede unter dem Galgen, 1952 (Erzählungen); Knöpfe, 1953 (Hörspiel); Zu keiner Stunde, 1957 (Szenen und Dialoge); Wo ich wohne, 1963 (Erzählungen); Eliza, Eliza, 1965 (Erzählungen); Auckland, 1969 (4 Hörspiele); Verschenkter Rat, 1978 (Gedichte); Kleist, Moos, Fasane, 1987 (Kurzprosa, Erzählungen, Erinnerungen). - Ausgabe: Werke in 8 Bänden, herausgegeben von R. Reichensperger, 1991.

Literatur: K. Bartsch (Hg.), Ilse Aichinger, 1993; S. Moser, Ilse Aichinger, Leben und Werk, 21995.


 
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